Seite 3 - Saluki, Saluki Welpe, Windhund, Akela

Ein Saluki Welpe kommt ins Haus
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Seite 3

2014
Akela wuchs nun täglich. Was bedeutete dass sie nun an immer mehr Gegenstände kam. Zudem kam die Jagdleidenschaft mehr und mehr durch.
Ein Windhund ist nun mal geboren um zu jagen und zu rennen. Kann oder will man dieses nicht akzeptieren so sollte man, bei dem Gedanken sich einen Hund zu kaufen, ganz schnell einen weiten Bogen um Windhunde machen. Salukis gelten als die dritt schnellsten Säugetiere dieser Welt und das bekam ich nun auch zu spüren. Vögel, Mäuse, Ratten, Fliegen, Spinnen, einfach alles was sich bewegte wurde gejagt und teilweise auch gefangen.
 
 
Ein sehr beliebtes Gesprächsthema unter den Windhundfreunden ist die Frage, ob der Saluki schneller als der Greyhound sei. Es ist festgestellt, daß der Grey bezüglich der Schnelligkeit mit dem Saluki im selben Verhältnis steht wie der Whippet zum Grey. Darüber ist zu sagen, daß ein Whippet bei 200 Metern bestimmt der schnellere ist, aber bei einer längeren Distanz ist der Whippet nicht mehr konkurrenzfähig. So ist es auch bei den Salukis. Über 450 Meter ist der Greyhound der schnellere, bei 650 Metern sind sie ziemlich gleich, aber ab einem Kilometer kann der Grey nicht mehr mit einem Saluki mitkommen. Salukis können ihre hohe Endgeschwindigkeit bis zu sieben Kilometern halten, im Wüstensand.
Sie haben, wie alle Windhunde, weitaus größere innere Organe als andere Hunde. Deswegen auch der ausgeprägte Brustkorb.
Irgendwo muss das alles ja reinpassen.
Dann, eines Abends. Ich saß gemütlich an dem Wohnzimmertisch und spielte mit meinem Laptop.
Ein Fläschen Bier und ein Glas Ouzo bereicherten das Wohlgefühl noch als wie aus dem Nichts urplötzlich etwas von hinten über die Sofalehne geschossen kommt, an meiner Schulter hängen bleibt und voll auf den Tisch knallt. Akela, welche hinter einer Fliege her war.
Bierglas, Bierflasche und Ouzoglas kippten um, alles auf das Laptop. Ich wollte das Laptop noch schnell umdrehen damit so wenig wie möglich rein läuft als Akela, welche sich wohl total erschrocken hatte, wieder vom Tisch springt. Genau gegen das Laptop welches darauf hin auf den Steinboden fällt.
Somit hatte das Laptop es hinter sich, und Akela fast auch. Es war nun das erste Mal wo ich richtig böse auf den Hund wurde und mich bis zum äußersten beherrschen musste ihn nicht zu bestrafen. Und ein Gedanke kam in mir auf: Ein Schäferhund wäre vielleicht auch nicht schlecht gewesen da diesen Hunden nachgesagt wird sie seien sehr gut erziehbar.




Am nächsten Morgen saß sie dann da, leicht nach Ouzo muffelnd, als wollte sie sagen: Hast du dein blödes Laptop nun vergessen ? Du hast doch noch einen Computer, wozu brauchst du ein Laptop? Und den Schäferhund vergiss mal ganz schnell wieder, damit wärest du niemals glücklich geworden, du hast doch mich.
Sie wuchs nun fleißig weiter und es wurde mit dem Verstecken von Sachen immer komplizierter. Der Speißeimer mit meinem Kaminholz war nun auch kein Hindernis mehr. Die Holzstücke wurden rausgeholt und dann irgendwo in der Wohnung zerbissen.
 
 
Also den Eimer rausstellen und das Holz wieder zurück auf den Stapel legen.
Aber nun fing das Problem erst an, der Hund hatte das genau gesehen und wusste nun wo es noch viel mehr Holz zum spielen gab. Ein Stück nach dem anderen wurde hell begeistert vom Stapel rausgezogen und die Begeisterung steigert sich noch wenn die anderen Holzstücke von oben nachrutschten. Eine Woche lang warf ich das Holz immer wieder oben auf den Stapel, welcher nun allerdings kein Stapel mehr war sondern eher ein Haufen. Ich hatte die leise Hoffnung Akela würde es eines Tages langweilig werden den Holzhaufen zu zerlegen. Weit gefehlt, man war noch steigerungsfähig. Also, so ging es nicht. Zudem sie auch nachts, wenn sie noch ein Geschäft im Garten machen sollte, zielstrerbig den Holzhaufen anpeilte. Und da der Nachbar es gewohnt ist nachts zu schlafen musste nun schnellstens eine Lösung her. Ein Sichtschutz aus Holz war zwar nicht die perfekte Lösung, reichte aber so halbwegs.
 
 
Halbwegs, da sie vorne schon an das Holz kam und es herausziehen konnte. Es half nur alles so weit nach hinten zu legen wie eben möglich.
Das gleiche Prinzip hatte ich bereits in der Wohnung angewandt, alles nach hinten, immer weiter nach hinten.


Aber irgendwann einmal geht es hinten nicht mehr weiter, und genau dieses war nun der Fall. Zwar hatte ich noch ca.30 cm. "Sicherheitszone" aber wenn sie kurz mit den Hinterbeinen hochfederte und sich richtig lang machte waren diese auch so gut wie in Akelas Hand, oder besser gesagt Schnauze. Die Küchenarbeitsplatte ging nun gar nicht mehr und in die Küche durfte sie nur noch mit Begleitung, was sich natürlich nicht immer vermeiden lässt ist dass man es auch mal vergisst die Türe zu schließen. Somit konnte man sicher sein dass das Essen weg war. Zum Glück klaute sie gerne die leeren Plastikwasserflaschen und diese machten Lärm wenn sie auf dem Boden hin und her geworfen wurden.
 Bei diesem Geräusch wusste ich sofort, alles stehen und liegen lassen, Akela ist in der Küche.

Windhunde liegen gerne hoch, das ist bekannt. Meiner sitzt auch gerne hoch, mit Vorliebe auf dem Tisch. Aber erst nachdem er alles Überflüssige vom Tisch auf den Boden befördert hat. Man weiß ganz genau dass man das nicht darf, deswegen erst einmal ein misstrauischer Blick zu seinem Menschen.
 
 
Ist die Luft vermeindlich rein kann man in Ruhe nach etwas jagdbaren im Garten Ausschau halten.
 
 
Zu diesem Zeitpunkt hatte das kleine Hündchen schon seine Regeln aufgestellt, und ich denke mal diese lauteten:

Fresse nie aus deinem Fressnapf wenn es möglich ist das Essen aus der Küche oder von dem Tisch zu klauen.

Trinke erst aus deinem Wassernapf wenn wirklich nichts mehr umgeschmissen werden kann in dem sich Wasser befindet.

Schimpft man mit dir weil du schon wieder über den Tisch und den Teller geleckt hast setze ein wehleidiges und beleidigtes Gesicht auf. Sage deinem Menschen damit: Wenn wir alleine sind darf ich das doch auch.

Gehe immer zu dem Menschen der gerade am meisten beschäftigt ist um bespielt zu werden. Menschen die gerade eine Betriebsanleitung lesen welche sie nicht verstehen eignen sich am besten. Versuche in das Papier zu beißen um die Anleitung in den Garten zu bringen. Gelingt dieses nicht so versuche einzele Seiten herauszuziehen. Wenn auch das nicht möglich ist, so setze dich zwischen Gesicht und die Betriebsanleitung.

Sitzt dein Mensch am Computer so verhalte dich still und warte bis er kurz weggeht. Dann haue mit den Pfoten auf die Tastatur bis die einzelen Tasten herausfliegen. Das macht richtig Spas und du siehst immer wieder neue Bilder auf dem Monitor.

Ganz wichtig, verhalte dich tagsüber ruhig und schlafe viel damit du nachts um 3 Uhr fit bist. Dieses ist genau die richtige Zeit um im Schlafzimmer eine Hasenjagd zu simulieren. Benutze dazu das Kopfteil des Bettes als Spitzkehre. Den gefangenen Hasen stellt am besten die Bettdecke da. Reiße sie hoch und schüttel sie mit aller Kraft von rechts nach links. Du kannst das alles noch mit einem lautstarken Knurren unterstreichen.

Ist dein Mensch wieder eingeschlafen, so lege dich zu ihm und lecke ihm über den Mund und die Nase. Auch das an den Ohren muffeln ist sehr beliebt.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü